Kurz erklärt: Ein Krankenhaus-Entlassungsbericht – in der Schweiz meist Austrittsbericht genannt – fasst Ihren Spitalaufenthalt zusammen und richtet sich vor allem an die weiterbehandelnde Hausärztin. Für Sie zählt nach dem Austritt vor allem dreierlei: die Austrittsmedikation (was Sie wann nehmen), das Procedere (die nächsten Schritte) und die vereinbarten Nachkontrollen. Den kompletten Aufbau erklärt die Seite Entlassungsbericht verstehen.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Austrittsbericht (CH) und Entlassungsbericht meinen dasselbe Dokument.
- Der Bericht ist an Ihre Hausärztin gerichtet, nicht an Sie als Anweisung.
- Wichtigster Abschnitt für Sie: das Procedere – die nächsten Schritte.
- Austrittsmedikation lesen: Wirkstoff, Dosierung, Schema wie 1-0-1.
- „Gebessert entlassen“ heisst stabil genug für zu Hause, nicht geheilt.
Was ist ein Krankenhaus-Entlassungsbericht – und für wen ist er gedacht?
Ein Krankenhaus-Entlassungsbericht ist das Schreiben, das Sie am Ende eines stationären Aufenthalts bekommen. In Schweizer Spitälern heisst er fast immer Austrittsbericht, seltener Austrittsschreiben oder Verlegungsbericht. Inhaltlich ist es dasselbe Dokument: eine Zusammenfassung dessen, was während des Aufenthalts passiert ist, welche Diagnosen gestellt wurden und wie es nach dem Austritt weitergehen soll.
Der entscheidende Punkt, den viele Patientinnen überrascht: Dieser Bericht ist nicht in erster Linie für Sie geschrieben. Er ist ein Fachdokument von Ärztin zu Ärztin – konkret von der Spitalärztin an Ihre Hausärztin, die die Nachbehandlung übernimmt. Deshalb liest er sich so technisch. Sie sind gewissermassen Mitleserin eines Briefes, der an jemand anderen adressiert ist. Das ist keine Geringschätzung, sondern schlicht der Zweck des Dokuments. Wenn Sie das wissen, nehmen Sie die Fachsprache weniger persönlich.
Auf dieser Seite geht es bewusst nicht um jede einzelne Definition – die finden Sie ausführlich auf der Schwesterseite Entlassungsbericht verstehen. Hier steht der praktische Umgang im Vordergrund: Was tun Sie mit dem Bericht, nachdem Sie das Spital verlassen haben? Welche Abschnitte sind für den Alltag wichtig, welche Termine stehen an, und wie bereiten Sie die Nachkontrolle bei der Hausärztin vor? Gehört zu Ihrem Aufenthalt ein ausführlicher Spitalbericht mit vielen Untersuchungen, ergänzt jene Seite den medizinischen Teil.
Er sorgt für eine lückenlose Übergabe vom Spital an die Hausärztin, damit Ihre Behandlung zu Hause nahtlos weiterläuft – mit allen Diagnosen, Medikamenten und geplanten Schritten.
Er ist keine Bedienungsanleitung, die Sie eigenmächtig abarbeiten. Änderungen an Medikamenten oder Verhalten besprechen Sie immer zuerst mit Ihrer Hausärztin.
So ist ein Austrittsbericht aufgebaut
Fast jeder Austrittsbericht folgt einer festen Reihenfolge. Wer diese Struktur kennt, findet sich in Sekunden zurecht und muss nicht jede Zeile lesen. Ganz oben stehen die Diagnosen, meist getrennt in Haupt- und Nebendiagnosen. Dann folgen Anamnese und Eintrittsgrund, der Hospitalisationsverlauf, die Untersuchungsergebnisse, die Austrittsmedikation und schliesslich das Procedere mit den Nachkontrollen.
Die Diagnosenliste ist die Kurzfassung Ihres Aufenthalts. Die Hauptdiagnose ist der eigentliche Grund für die Hospitalisation, die Nebendiagnosen sind Begleiterkrankungen oder Zufallsbefunde, die mitbehandelt oder zumindest festgehalten wurden. Erschrecken Sie nicht über eine lange Liste: Häufig stehen dort auch alte, längst bekannte Diagnosen, oft mit dem Kürzel „Z. n.“ für „Zustand nach“. Wenn eine Diagnose einen Code trägt, hilft die Seite Diagnose verstehen beim Einordnen.
Die Untersuchungsergebnisse fassen zusammen, was Labor, Bildgebung und weitere Abklärungen ergeben haben. Hier tauchen oft Laborwerte auf – wer diese nachlesen möchte, findet Hilfe bei Laborwerte verstehen. Gab es während des Aufenthalts eine Operation, ist der zugehörige OP-Bericht häufig als eigenes Dokument beigelegt.
Die Abschnitte und ihre Bedeutung
| Abschnitt | Was dort steht | Warum es für Sie zählt |
|---|---|---|
| Diagnosen | Haupt- und Nebendiagnosen, oft mit Codes | Zeigt, worum es im Kern ging und was mitbehandelt wurde |
| Anamnese / Eintrittsgrund | Beschwerden und Vorgeschichte beim Eintritt | Ordnet ein, warum Sie überhaupt hospitalisiert wurden |
| Verlauf | Hospitalisationsverlauf, Behandlungen, Reaktion | Erzählt, was im Spital geschah und wie es sich entwickelte |
| Untersuchungen | Labor, Bildgebung, weitere Abklärungen | Liefert die Belege für Diagnose und Therapie |
| Austrittsmedikation | Wirkstoffe, Dosierungen, Einnahmeschema | Sagt konkret, was Sie zu Hause einnehmen sollen |
| Procedere | Nächste Schritte, Termine, Nachkontrollen | Der wichtigste Abschnitt für die Zeit danach |
Nicht jeder Bericht nennt alle Abschnitte gleich, und manche Spitäler fassen Verlauf und Untersuchungen zusammen. Der rote Faden bleibt aber gleich: von der Diagnose über den Verlauf bis zu den nächsten Schritten.
„1. Akute Bronchitis. 2. Arterielle Hypertonie. 3. Z. n. Cholezystektomie 2019.“
Übersetzt: Der eigentliche Grund für den Aufenthalt war die akute Bronchitis (Hauptdiagnose). Der Bluthochdruck ist eine Nebendiagnose, die mitbehandelt wird. Und Punkt 3 ist keine neue Erkrankung, sondern nur der Hinweis „Zustand nach“ einer Gallenblasenentfernung von 2019 – reine Vorgeschichte.
Die Austrittsmedikation lesen – Wirkstoff, Dosierung, Schema
Kaum ein Abschnitt ist im Alltag so wichtig wie die Austrittsmedikation. Sie listet genau auf, welche Medikamente Sie ab dem Austritt einnehmen sollen. Damit Sie diese Liste sicher lesen, lohnt sich der Blick auf vier Angaben: den Wirkstoff, die Dosierung, das Einnahmeschema und den Hinweis, ob ein Medikament neu, geändert oder gestoppt wurde.
Der Wirkstoff steht oft in Klammern hinter dem Handelsnamen – zum Beispiel „Dafalgan (Paracetamol)“. Das hilft, wenn Ihre Apotheke ein wirkstoffgleiches Präparat abgibt. Die Dosierung nennt die Stärke, etwa „500 mg“. Und das Einnahmeschema sagt, wann Sie das Medikament nehmen. Die verbreitete Schreibweise 1-0-1 bedeutet: eine Einheit morgens, keine mittags, eine abends. Vier Felder wie 1-1-1-1 stehen für morgens, mittags, abends und zur Nacht.
Ein Feld = eine Tageszeit. Drei Felder gehen von morgens bis abends, vier Felder ergänzen die Nacht. Die Zahl sagt wie viel, die Position sagt wann. Steht dort ½, ist es eine halbe Einheit.
Zwei Begriffe verdienen besondere Aufmerksamkeit. Reservemedikation bedeutet: Dieses Medikament nehmen Sie nur bei Bedarf, etwa gegen Schmerzen oder Übelkeit – nicht nach festem Plan. Und der Vergleich zur bisherigen Einnahme ist entscheidend: Gute Berichte markieren, welche Medikamente neu angesetzt, in der Dosis geändert oder gestoppt wurden. Genau hier passieren zu Hause die meisten Fehler, weil alte und neue Packungen nebeneinanderliegen.
„Metoprolol 50 mg 1-0-1, neu. Aspirin cardio 100 mg 1-0-0, unverändert. Ibuprofen 400 mg in Reserve bei Schmerzen, max. 3× täglich.“
Übersetzt: Metoprolol ist neu und wird morgens und abends je eine Tablette genommen. Aspirin bleibt wie bisher, eine Tablette am Morgen. Ibuprofen nehmen Sie nur bei Schmerzen, höchstens dreimal am Tag. Die alten Packungen, die nicht mehr auf der Liste stehen, klären Sie mit der Hausärztin.
Bringen Sie zur ersten Nachkontrolle alle Medikamente mit, die Sie zu Hause haben – auch die alten. So kann die Hausärztin abgleichen, was bleibt, was ersetzt wird und was in den Abfall gehört. Das nennt sich Medikamentenabgleich.
Procedere: der wichtigste Abschnitt für Sie
Wenn Sie in Ihrem Austrittsbericht nur einen Abschnitt lesen, sollte es das Procedere sein – manchmal auch „Prozedere“ geschrieben. Das Wort kommt aus dem Lateinischen und heisst schlicht „das weitere Vorgehen“. Hier steht in konzentrierter Form, was nach dem Austritt geplant ist: welche Kontrollen anstehen, welche Werte überwacht werden, welche weiteren Abklärungen folgen und wann welcher Termin ansteht.
Warum ist gerade dieser Abschnitt für Patientinnen so zentral? Weil er der einzige Teil ist, der klar in die Zukunft zeigt. Der Rest des Berichts beschreibt die Vergangenheit – was war, was gefunden wurde. Das Procedere dagegen sagt, was jetzt zu tun ist. Es ist die Brücke zwischen dem Spitalaufenthalt und Ihrem Alltag mit der Hausärztin.
„Klinische Verlaufskontrolle beim Hausarzt in 1 Woche. Laborkontrolle (Kreatinin, Kalium) in 10 Tagen. Kardiologische Nachkontrolle in 3 Monaten, Aufgebot folgt. Wiedervorstellung bei erneuten Beschwerden jederzeit.“
Übersetzt: Gehen Sie in einer Woche zur Hausärztin. Nach zehn Tagen wird Blut kontrolliert. In drei Monaten folgt ein Termin bei der Kardiologie – dazu bekommen Sie ein Aufgebot per Post. Und wenn die Beschwerden zurückkommen, warten Sie nicht auf den Termin, sondern melden sich früher.
Achten Sie im Procedere besonders auf Fristen. „In einer Woche“ ist etwas anderes als „bei Gelegenheit“. Manche Kontrollen sind zeitkritisch, etwa die Laborkontrolle nach dem Ansetzen bestimmter Medikamente. Ein Befund oder eine Empfehlung im Procedere, die Sie nicht verstehen, ist ein guter Anlass, direkt bei der Hausärztin nachzufragen – dafür ist die Nachkontrolle da.
Ihr Austrittsbericht wirft Fragen auf?
Laden Sie Ihren Krankenhaus-Entlassungsbericht hoch und lassen Sie jeden Abschnitt – von der Diagnosenliste über die Austrittsmedikation bis zum Procedere – in verständlicher Alltagssprache erklären, individuell auf Ihr Dokument abgestimmt.
Der Weg des Berichts: Spital → Sie → Hausärztin
Um den Austrittsbericht richtig einzuordnen, hilft es zu verstehen, welchen Weg er nimmt. Er wird im Spital geschrieben, oft am Austrittstag als vorläufige Kurzfassung und wenige Tage bis Wochen später als ausführlicher definitiver Bericht. Eine Kopie erhalten Sie, das Original geht an Ihre Hausärztin, die die Nachbehandlung übernimmt.
Diese Übergabe ist der eigentliche Zweck des Dokuments. Die Hausärztin war beim Aufenthalt nicht dabei und braucht die Zusammenfassung, um nahtlos weiterzubehandeln – Medikamente fortzuführen, Kontrollen zu veranlassen und Ihre Fragen einzuordnen. Deshalb ist die Nachkontrolle so wichtig: Dort trifft der Bericht auf einen Menschen, der ihn für Sie übersetzt und in Ihren Alltag einbettet.
Kommt nach dem Austritt zusätzlich Spitex ins Spiel, also die Nachbetreuung zu Hause, orientiert sich auch diese am Austrittsbericht. Pflegefachpersonen lesen daraus, welche Wunden zu versorgen sind, welche Medikamente anstehen und worauf zu achten ist. Der Bericht ist damit nicht nur ein Brief an eine Ärztin, sondern die gemeinsame Grundlage aller, die Sie zu Hause weiter betreuen.
Eine Patientin wird nach einem Herzinfarkt 7 Tage im Spital behandelt und „gebessert“ nach Hause entlassen. Ihr Austrittsbericht listet 4 Medikamente als Dauermedikation und ein fünftes als Reserve. Das Procedere nennt drei Termine: Hausärztin nach 1 Woche, Laborkontrolle nach 10 Tagen, Kardiologie nach 3 Monaten.
Zu Hause verunsichert sie vor allem, dass zwei ihrer bisherigen Tabletten nicht mehr auf der Liste stehen. Bei der Nachkontrolle klärt sich alles in wenigen Minuten: Die beiden alten Medikamente wurden bewusst gestoppt und durch das neue ersetzt. „Gebessert entlassen“ hiess hier stabil genug für zu Hause – die eigentliche Erholung dauerte noch Wochen.
Häufige Abkürzungen im Austrittsbericht
Austrittsberichte sind voller Kürzel. Die meisten sind harmlose Abkürzungen der Fachsprache, keine geheimen Warnzeichen. Die folgende Übersicht übersetzt die häufigsten – als Orientierung, nicht als Beurteilung. Eine ausführlichere Sammlung finden Sie auf der Seite medizinische Abkürzungen.
| Abkürzung | Bedeutung | Einfach erklärt |
|---|---|---|
| Z. n. | Zustand nach | Verweist auf ein früheres Ereignis, z. B. „Z. n. Operation 2021“ |
| St. p. | status post | Lateinisch für „Zustand nach“ – dasselbe wie Z. n. |
| i. v. | intravenös | Ein Medikament wurde über die Vene gegeben |
| p. o. | per os | Einnahme über den Mund, also als Tablette oder Saft |
| 1-0-1 | Einnahmeschema | Morgens eine, mittags keine, abends eine Einheit |
| OP | Operation | Ein operativer Eingriff während des Aufenthalts |
| Dg. | Diagnose | Leitet die Diagnosenliste ein |
| Bef. | Befund | Ergebnis einer Untersuchung |
Ein praktischer Tipp: Viele Kürzel treten in Kombination auf, etwa „Z. n. OP bei Dg. …“. Aufgeschlüsselt heisst das schlicht „Zustand nach Operation bei der Diagnose …“. Was wie ein Code wirkt, ist meist ein ganz normaler Satz in Kurzform. Wer die häufigsten Kürzel kennt, liest den Bericht deutlich flüssiger.
Kürzel mit Punkten und ohne meinen dasselbe – „Z.n.“ und „Z. n.“ stehen beide für „Zustand nach“. Lassen Sie sich von der Schreibweise nicht verwirren; entscheidend ist die Bedeutung, nicht die Zeichensetzung.
Häufige Irrtümer beim Austrittsbericht
Weil der Bericht so technisch ist und an die Ärztin gerichtet, entstehen typische Missverständnisse. Die folgenden Punkte lösen die häufigsten davon auf.
„Der Bericht ist eine Anweisung an mich.“ Nein. Der Austrittsbericht ist ein Fachschreiben von Ärztin zu Ärztin. Empfehlungen wie Medikamentenänderungen setzen Sie nicht eigenmächtig um, sondern besprechen sie bei der Nachkontrolle. Was für die Hausärztin selbstverständlich ist, kann für Sie ohne Erklärung riskant sein.
„Gebessert entlassen heisst geheilt.“ Das ist der häufigste Irrtum. „Gebessert“ bedeutet nur: stabil genug, um das Spital zu verlassen – nicht, dass alles überstanden ist. Die eigentliche Genesung läuft zu Hause weiter, oft über Wochen, und wird von der Hausärztin begleitet.
„Eine lange Diagnosenliste ist ein schlechtes Zeichen.“ Nicht unbedingt. Viele Einträge sind alte, bekannte Diagnosen mit „Z. n.“, die nur der Vollständigkeit halber aufgeführt werden. Die Länge der Liste sagt wenig über Ihren aktuellen Zustand.
„Was ich nicht verstehe, muss schlimm sein.“ Fachsprache klingt oft dramatischer, als der Inhalt ist. Ein unverständlicher Begriff ist kein Grund zur Panik, sondern ein Grund zur Nachfrage. Wenn Sie wissen möchten, wie sich ein Arztbrief übersetzen lässt, hilft eine verständliche Auswertung beim Einordnen – ohne zu dramatisieren.
Fürs Gespräch mit der Hausärztin
Die Nachkontrolle ist Ihre Gelegenheit, aus dem technischen Bericht konkrete Antworten zu machen. Wer vorbereitet hingeht, nutzt die knappe Zeit besser. Nehmen Sie den Austrittsbericht und alle Medikamentenpackungen mit – auch die alten. Die folgenden Fragen helfen, das Gespräch zu strukturieren; wählen Sie aus, was zu Ihrer Situation passt.
Ob ein Medikament weitergeführt, angepasst oder abgesetzt wird, hängt von Ihrem Gesamtbild ab und gehört in ärztliche Hände. Auch die Frage, wann Sie wieder arbeiten, Auto fahren oder Sport treiben dürfen, klärt die Hausärztin. Eine verständliche Erklärung des Berichts hilft Ihnen, dieses Gespräch gut vorbereitet zu führen.
So hilft arztbrief-verstehen.ch bei Ihrem Austrittsbericht
Sie laden Ihren Krankenhaus-Entlassungsbericht hoch und erhalten eine Erklärung, die sich an Ihrem konkreten Text orientiert – nicht an allgemeinen Lexikoneinträgen. Jeder Abschnitt Ihres Austrittsberichts wird erklärt: die Diagnosenliste, der Verlauf, die Austrittsmedikation und vor allem das Procedere.
PDF, JPG, JPEG oder PNG – bis 20 MB. Auch geschwärzt möglich.
Zum Beispiel: „Was heisst 1-0-1?“ oder „Was bedeutet das Procedere?“
Abschnitte, Medikation und Abkürzungen übersetzt – als PDF oder Word.
Warum Ihren Austrittsbericht hier erklären lassen?
So läuft es ab
PDF, JPG, JPEG oder PNG bis 20 MB.
Ihr Austrittsbericht wird verständlich aufbereitet.
Abschnitte, Medikation und Abkürzungen übersetzt.
Zugangslink, 7 Tage gültig.
Verwandte Seiten für andere medizinische Dokumente
Transparenz: Für wen diese Seite ist – und wo ihre Grenzen liegen
Für wen geeignet?
Für alle, die nach einem Spitalaufenthalt einen Krankenhaus-Entlassungsbericht beziehungsweise Austrittsbericht in der Hand halten und wissen möchten, wie es nun weitergeht – vor oder nach der Nachkontrolle bei der Hausärztin.
Was erklärt wird
Die Bedeutung der Abschnitte, der Austrittsmedikation, des Procedere und der häufigsten Abkürzungen Ihres Dokuments in Alltagssprache. Als Orientierung dienen die üblichen Konventionen von Austrittsberichten, wie sie in Schweizer Spitälern gebräuchlich sind.
Was bewusst nicht angeboten wird
Keine Diagnose, keine Therapieempfehlung, keine Entscheidung über Ihre Medikamente. Diese Einordnung hängt von Ihrem Gesamtbild ab und gehört in ärztliche Hände. Verantwortlich für den Inhalt: Betreiber gemäss Impressum. Zuletzt aktualisiert: Juli 2026.
Wichtig: Keine Diagnose, keine Therapieempfehlung
arztbrief-verstehen.ch erklärt die Sprache Ihres Austrittsberichts verständlich und hilft Ihnen, das Dokument besser zu lesen. Der Service ersetzt keine Ärztin, keinen Arzt, keine Diagnose und keine Therapieempfehlung. Ändern Sie Medikamente nie eigenmächtig, sondern nur nach Rücksprache mit Ihrer Hausärztin.
Bei akuten Beschwerden nach dem Austritt – etwa starken Schmerzen, Atemnot, Fieber oder plötzlicher Verschlechterung – warten Sie nicht auf den nächsten Termin, sondern wählen Sie im Notfall die Nummer 144. Der Austrittsbericht hilft Ihnen, das Gespräch mit der Hausärztin gut vorbereitet zu führen.
Häufige Fragen: Krankenhaus-Entlassungsbericht
Was ist der Unterschied zwischen Austrittsbericht und Entlassungsbericht?
Es ist dasselbe Dokument. Austrittsbericht ist der schweizerische Begriff, Entlassungsbericht der deutsche. Beide fassen den Spitalaufenthalt zusammen: Diagnosen, Verlauf, Austrittsmedikation und Procedere für die weitere Behandlung durch die Hausärztin.
Was bedeutet Procedere im Austrittsbericht?
Procedere bezeichnet die geplanten nächsten Schritte nach dem Austritt: Nachkontrollen, Medikamentenpläne, weitere Abklärungen und Termine. Für Patientinnen ist dieser Abschnitt oft der wichtigste, weil er konkret sagt, was nun zu tun ist – meist gemeinsam mit der Hausärztin.
Wie lese ich die Austrittsmedikation richtig?
Achten Sie auf Wirkstoff, Dosierung und das Einnahmeschema wie 1-0-1, das für morgens, mittags und abends steht. Wichtig sind auch neu angesetzte, geänderte oder gestoppte Medikamente sowie Reservemedikamente, die nur bei Bedarf einzunehmen sind.
Bedeutet gebessert entlassen, dass ich geheilt bin?
Nein. Gebessert entlassen heisst, dass sich Ihr Zustand so weit stabilisiert hat, dass keine stationäre Behandlung mehr nötig ist. Die Genesung läuft zu Hause weiter und wird von der Hausärztin begleitet. Heilung und Austritt sind nicht dasselbe.
Muss ich als Patientin die Anweisungen im Bericht selbst umsetzen?
Der Austrittsbericht richtet sich in erster Linie an Ihre Hausärztin, nicht als Handlungsanweisung an Sie. Setzen Sie Empfehlungen wie Medikamentenänderungen nicht ohne Rücksprache um, sondern besprechen Sie den Bericht bei der Nachkontrolle.
Was bedeuten Abkürzungen wie Z. n., St. p., i. v. oder p. o.?
Z. n. und St. p. bedeuten Zustand nach beziehungsweise status post, also nach einem früheren Ereignis. I. v. heisst über die Vene, p. o. über den Mund. Dg. steht für Diagnose, Bef. für Befund. Es sind Kurzformen der Fachsprache.
Krankenhaus-Entlassungsbericht verstehen – konkret und individuell
Sie haben einen Austrittsbericht, dessen Abschnitte, Medikation und Abkürzungen Sie nicht einordnen können? arztbrief-verstehen.ch übersetzt die Fachsprache in verständliche Alltagssprache – abgestimmt auf Ihr konkretes Dokument, mit klaren Fragen für die Nachkontrolle bei Ihrer Hausärztin.
