Eine Diagnose wird verständlich, wenn man sie in ihre Bausteine zerlegt: Was ist betroffen, wie verläuft es (akut/chronisch), wie ausgeprägt ist es und welcher Zusatz steht dabei (z. B. „gut eingestellt“). Mit diesem Muster lässt sich fast jede Diagnose selbst entschlüsseln – diese Seite führt Sie in einfacher Sprache und in 5 Schritten hindurch.
- Prinzip: Diagnose in Bausteine zerlegen
- Anleitung: in 5 Schritten selbst entschlüsseln
- Begriffe: akut, chronisch, -itis, -ose …
- Ziel: ruhig lesen, gezielt nachfragen
Warum „Diagnose leicht erklärt" mehr ist als ein Medizinlexikon
Wer im Internet nach „Diagnose leicht erklärt", „Diagnose einfach erklärt" oder „medizinische Diagnose verständlich" sucht, hat in den allermeisten Fällen ein konkretes Dokument vor sich liegen: einen Arztbrief, einen Befund oder einen Entlassungsbericht. Die Suche zielt nicht auf eine wissenschaftliche Abhandlung, sondern auf eine ganz praktische Frage: Was steht hier eigentlich – und ist es schlimm? Genau hier setzt diese Seite an. Sie nimmt die Sprache der Medizin und übersetzt sie in Worte, die jede und jeder versteht.
Es gibt bereits eine ausführliche Seite zum Thema Diagnose verstehen und eine Seite mit konkreter Diagnose verstehen Hilfe. Diese Seite ergänzt beide, weil sie eine andere Erwartung abholt: Wer „leicht erklärt" oder „einfach erklärt" eingibt, möchte keine Fachsprache, sondern den schnellen, klaren Überblick. Kurze Sätze, anschauliche Beispiele und die Beruhigung, dass viele Diagnosen dramatischer klingen, als sie im Einzelfall sind.
Der Grund, warum Diagnosen überhaupt so schwer lesbar sind, liegt nicht in böser Absicht, sondern im Zweck: Ein Arztbrief ist ein Dokument von Fachleuten für Fachleute. Er muss präzise, knapp und international eindeutig sein – und genau das macht ihn für Laien sperrig. Eine Ärztin schreibt „Cholezystektomie bei symptomatischer Cholezystolithiasis", weil das exakt ist. Leicht erklärt heisst das schlicht: Entfernung der Gallenblase wegen Gallensteinen, die Beschwerden gemacht haben. Dieselbe Information, nur in verständlichen Worten – und genau diese Übersetzung leistet diese Seite.
Sie erklärt, wie eine Diagnose aufgebaut ist, was die häufigsten Begriffe und ICD-Codes bedeuten und wie Sie das Wesentliche herausfiltern – einfach, ohne Vorwissen.
Sie stellt keine Diagnose, gibt keine Therapieempfehlung und ersetzt kein Arztgespräch. Sie ist reine Übersetzungs- und Orientierungshilfe.
Haben Sie weitere Unterlagen, helfen auch Seiten wie Arztbrief verstehen, Arztbrief übersetzen, Befund verstehen, Laborwerte verstehen und medizinische Abkürzungen verstehen, um den Gesamtzusammenhang zu lesen. Falls Sie eine unklare Diagnose haben oder sich fragen, was Ihr Befund bedeutet, gibt es dafür eigene Erklärseiten.
Der Aufbau einer Diagnose – einfach erklärt
Eine medizinische Diagnose wirkt oft wie ein einziger, unverständlicher Block. In Wirklichkeit folgt sie fast immer demselben Muster. Wer dieses Muster einmal kennt, kann fast jede Diagnose grob entschlüsseln – auch ohne medizinisches Studium. Eine Diagnose besteht meist aus einem Fachbegriff, einem ICD-Code und einem oder mehreren Zusätzen, die etwas über den Verlauf oder den Schweregrad aussagen.
Nehmen wir ein typisches Beispiel aus einem Arztbrief: „Chronische Herzinsuffizienz, kompensiert, NYHA II". Das klingt bedrohlich. Einfach übersetzt heisst es: Das Herz ist dauerhaft etwas geschwächt (chronische Herzinsuffizienz), aber der Zustand ist aktuell stabil und unter Kontrolle (kompensiert), und die Belastbarkeit ist nur leicht eingeschränkt (NYHA II). Aus einem alarmierenden Satz wird so eine sachliche, einordbare Information.
Dieses Muster wiederholt sich in fast jeder Diagnose. Sobald Sie es erkennen, lesen Sie ein medizinisches Dokument nicht mehr als undurchdringliche Wand, sondern als eine Reihe einzelner, übersetzbarer Bausteine. Genau darin liegt der Trick: Eine Diagnose wirkt kompliziert, weil mehrere kurze Informationen dicht hintereinander stehen. Zerlegt man sie, bleibt erstaunlich wenig wirklich Unklares übrig – und das, was übrig bleibt, ist genau die richtige Frage für Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.
M17.1 – Sekundäre Gonarthrose, beidseitig
I10 – Arterielle Hypertonie, gut eingestellt
E11.9 – Diabetes mellitus Typ 2, ohne Komplikationen
E78.5 – Hyperlipidämie, unter Statintherapie
Leicht erklärt: Beidseitiger Gelenkverschleiss im Knie (Gonarthrose), entstanden als Folge einer anderen Ursache (sekundär); Bluthochdruck, der aktuell gut behandelt ist; Diabetes Typ 2 ohne bisherige Folgeschäden; und erhöhte Blutfette, die mit einem Cholesterinsenker (Statin) behandelt werden. Alle vier sind chronisch, aber kontrolliert.
Die vier Bausteine jeder Diagnose
Meist lateinisch oder griechisch: „Hypertonie" (hoher Druck), „Arthrose" (Gelenkverschleiss), „Insuffizienz" (Schwäche). Er beschreibt, um welche Erkrankung es geht.
Eine standardisierte Kurzform wie I10 oder E11.9. Buchstabe = Krankheitsgruppe, Ziffern = Präzisierung. Weltweit einheitlich.
Wörter wie „akut", „chronisch", „rezidivierend", „kompensiert". Sie sagen, wie sich die Erkrankung über die Zeit verhält.
Angaben wie „Grad I", „Stadium G3a", „NYHA II" oder „gut eingestellt". Sie zeigen, wie ausgeprägt oder wie kontrolliert der Zustand ist.
Wurde Ihre Diagnose zusammen mit einem Facharztbericht, einem Befund der inneren Medizin oder einem Entlassungsbericht ausgestellt, klären diese Seiten den Kontext zusätzlich.
Steht ein Code wie I10 oder E11.9 in Ihrer Diagnose?
Viele Diagnosen tragen zusätzlich einen ICD-Code – eine standardisierte Kurzform wie I10 (Bluthochdruck) oder E11.9 (Diabetes Typ 2 ohne Komplikationen). Der Buchstabe zeigt die Krankheitsgruppe, die Ziffern präzisieren, und der Code bewertet nie die Schwere Ihres Falls – er ordnet nur ein.
Damit sich diese Seite ganz auf das verständliche Lesen Ihrer Diagnose konzentrieren kann, haben wir die konkreten Codes samt Übersetzungstabelle auf einer eigenen Seite gebündelt: Diagnose-Hilfe: ICD-Codes verstehen. Dort finden Sie die häufigsten Codes von I10 bis N18.3 Zeile für Zeile erklärt.
Häufige Diagnose-Begriffe – leicht erklärt
Viele Begriffe tauchen in ganz unterschiedlichen Diagnosen immer wieder auf. Kennt man ihre Bedeutung, wird ein Grossteil jeder Diagnose plötzlich lesbar. Die folgenden Erklärungen ersetzen keine ärztliche Einordnung – aber sie nehmen den Wörtern ihren Schrecken.
Plötzlich aufgetreten, meist zeitlich begrenzt. Akut heisst nicht automatisch gefährlicher als chronisch.
Über längere Zeit bestehend oder dauerhaft. Bedeutet nicht unheilbar, sondern langfristig vorhanden und behandelt.
Wiederkehrend. Die Beschwerden treten immer wieder auf, etwa wiederkehrende Infekte oder Migräneattacken.
Ausgeglichen, stabil. Der Körper oder die Behandlung gleicht die Einschränkung aktuell aus.
Nicht mehr ausgeglichen. Häufig der Auslöser für eine Verschlechterung oder einen Spitalaufenthalt.
Schwäche, eingeschränkte Funktion. Herzinsuffizienz = Herzschwäche, Niereninsuffizienz = eingeschränkte Nierenfunktion.
Erhöhter Druck, meist Bluthochdruck. „Hyper" heisst zu viel oder zu hoch.
Zu wenig oder zu niedrig. Hypotonie = niedriger Blutdruck, Hypothyreose = Schilddrüsenunterfunktion.
Verengung. Kann Gefässe, Herzklappen oder den Wirbelkanal betreffen – die Bedeutung hängt von Ort und Ausmass ab.
Verschleiss-, alters- oder belastungsbedingt. Häufig und meist weniger bedrohlich, als es klingt.
Entzündung. Gastritis = Magenentzündung, Bronchitis = Bronchienentzündung, Arthritis = Gelenkentzündung.
Chronische oder degenerative Veränderung. Arthrose = Gelenkverschleiss, Osteoporose = Knochenschwund.
Erkrankung eines Organs oder Systems. Neuropathie = Nervenerkrankung, Kardiomyopathie = Herzmuskelerkrankung.
Ohne erkennbare Ursache. Nicht mysteriös – es wurde nur kein spezifischer Auslöser gefunden.
Enthält Ihre Diagnose auch Laborwerte oder eine Laboranalyse, helfen diese Seiten, die zugehörigen Messwerte einzuordnen. Stammt die Diagnose aus einem Spitalaufenthalt, gibt der Spitalbericht den Rahmen; geht es um eine Gewebeuntersuchung, führen Pathologie-Befund und maligne – Bedeutung weiter.
Häufige Diagnosen – einfach erklärt
Die folgenden Krankheitsbilder gehören zu den häufigsten Diagnosen in Arztbriefen, Befunden und Entlassungsberichten. Die Erklärungen geben einen verständlichen Überblick und ersetzen keine individuelle ärztliche Einschätzung.
Herz und Kreislauf
Arterielle Hypertonie (I10): Dauerhaft erhöhter Blutdruck. Einer der häufigsten Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall – mit Medikamenten und Lebensstil gut behandelbar. „Gut eingestellt" heisst, die Werte liegen dank Therapie im Zielbereich.
Herzinsuffizienz (I50): Das Herz pumpt nicht mehr so kräftig wie nötig. Es kann zu Wassereinlagerungen und Atemnot kommen. Die NYHA-Stufen I bis IV beschreiben, wie stark die Belastbarkeit eingeschränkt ist – NYHA I kaum, NYHA IV bereits in Ruhe.
Koronare Herzkrankheit (I25): Verengte Herzkranzgefässe durch Ablagerungen. Kann Brustenge (Angina pectoris) oder Herzinfarkt auslösen. Behandelt wird mit Medikamenten, Stent oder Bypass. Enthält Ihr Befund eine Herzuntersuchung, hilft auch Befund innere Medizin verstehen.
Stoffwechsel und Hormone
Diabetes mellitus Typ 2 (E11): Der Blutzucker ist dauerhaft erhöht, weil die Zellen schlechter auf Insulin ansprechen. Behandelt wird mit Ernährung, Bewegung und Medikamenten. „Ohne Komplikationen" (E11.9) heisst: bisher keine Folgeschäden an Nieren, Augen oder Nerven.
Hyperlipidämie (E78): Erhöhte Blutfette – ein Risikofaktor für Gefässerkrankungen. Statine sind die häufigste Behandlung.
Hypothyreose (E03): Schilddrüsenunterfunktion mit zu wenig Hormonen, oft mit Müdigkeit und Gewichtszunahme. Gut behandelbar mit einem täglichen Hormonpräparat.
Bewegungsapparat
Gonarthrose / Coxarthrose (M17 / M16): Verschleiss des Knie- oder Hüftgelenks. Der Knorpel nutzt sich ab, es entstehen Schmerzen. Behandelt wird konservativ oder mit Gelenkersatz.
Bandscheibenvorfall (M51): Vorwölbung oder Vorfall einer Bandscheibe. Entscheidend ist, ob Nerven eingeklemmt werden – viele heilen ohne Operation. Liegt ein MRT-Befund vor, hilft die Seite MRT-Befund für Laien erklärt.
Osteoporose (M81): Knochenschwund mit erhöhtem Bruchrisiko, häufig nach der Menopause. Behandelt mit Kalzium, Vitamin D und speziellen Medikamenten.
Atemwege
COPD (J44): Dauerhaft verengte Atemwege, oft durch langjähriges Rauchen. Nicht heilbar, aber gut behandelbar. Akute Verschlechterungen heissen Exazerbationen.
Asthma bronchiale (J45): Anfallsweise Atemnot durch verengte Atemwege, meist allergisch oder reizbedingt. Behandelt mit Inhalativa. Nach einer Operation hilft OP-Bericht verstehen weiter.
Psyche und Nervensystem
Depressive Episode (F32): Anhaltende Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit, eingeteilt in leicht, mittelgradig und schwer. Behandelt mit Psychotherapie, Medikamenten oder beidem.
Migräne (G43): Wiederkehrende, oft einseitige Kopfschmerzattacken, häufig mit Übelkeit und Lichtempfindlichkeit. Bei neurologischen Befunden hilft Neurologie-Befund verstehen.
Magen, Darm und Verdauung
Gastritis (K29): Entzündung der Magenschleimhaut, akut oder chronisch. Auslöser sind häufig Bakterien (Helicobacter pylori), Medikamente oder Stress. Meist gut behandelbar.
Refluxkrankheit / GERD (K21): Saurer Magensaft fliesst in die Speiseröhre zurück und verursacht Sodbrennen. Behandelt mit säurehemmenden Medikamenten und Ernährungsanpassung.
Cholezystolithiasis (K80): Gallensteine. Machen sie Beschwerden, wird häufig die Gallenblase entfernt. Liegt dazu ein Operationsbericht vor, hilft OP-Bericht verstehen.
Nieren und Harnwege
Chronische Niereninsuffizienz (N18): Dauerhaft eingeschränkte Nierenfunktion, eingeteilt in die Stadien G1 bis G5. Wichtig sind regelmässige Kontrollen von Kreatinin und eGFR. Enthält Ihr Dokument solche Werte, hilft Blutwerte verstehen bei der Einordnung.
Harnwegsinfekt (N39): Infektion der ableitenden Harnwege, häufig mit Brennen beim Wasserlassen. Meist gut mit Antibiotika behandelbar.
Ihre Diagnose klingt komplizierter, als sie ist?
Laden Sie Ihren Arztbrief, Befund oder Entlassungsbericht hoch und lassen Sie die wichtigsten Diagnosen und Begriffe leicht und verständlich erklären – individuell auf Ihr Dokument abgestimmt.
Eine Diagnose in 5 Schritten selbst entschlüsseln
Sie müssen nicht warten, bis jemand Ihre Diagnose übersetzt – mit einer einfachen Reihenfolge kommen Sie schon allein erstaunlich weit. Die folgenden fünf Schritte helfen, fast jede Diagnose grob einzuordnen, bevor Sie ins Detail gehen oder beim Arzttermin nachfragen.
Schritt 1 – Das Grundwort suchen. Fast jeder Fachbegriff hat einen Wortkern, der das betroffene Organ oder die Art der Erkrankung nennt. „Kardio" steht für Herz, „Nephro" für Niere, „Gastro" für Magen, „Osteo" für Knochen, „Arthro" für Gelenk, „Neuro" für Nerven. Wer das Grundwort erkennt, weiss schon, worum es ungefähr geht.
Schritt 2 – Die Endung lesen. Die Endung verrät die Art der Veränderung. „-itis" heisst Entzündung, „-ose" eine chronische oder verschleissbedingte Veränderung, „-pathie" eine Erkrankung allgemein, „-algie" Schmerz. „Arthritis" ist also eine Gelenkentzündung, „Arthrose" ein Gelenkverschleiss, „Neuralgie" ein Nervenschmerz.
Schritt 3 – Die Vorsilbe prüfen. Vorsilben verändern die Bedeutung: „Hyper-" heisst zu viel, „Hypo-" zu wenig, „a-" oder „an-" das Fehlen von etwas, „dys-" eine Störung. So wird aus „Hypertonie" zu hoher Druck und aus „Hypotonie" zu niedriger Druck.
Schritt 4 – Die Zusätze einordnen. Wörter wie akut, chronisch, kompensiert oder rezidivierend beschreiben den Verlauf. Sie sagen, ob etwas neu, dauerhaft, stabil oder wiederkehrend ist – aber nicht automatisch, wie gefährlich es ist.
Schritt 5 – Den ICD-Code als Bestätigung nutzen. Der Code bestätigt, was Sie bereits entschlüsselt haben. Stimmt Ihre Vermutung mit der offiziellen Bezeichnung überein, liegen Sie richtig. Bleibt etwas unklar, ist das die ideale Frage für das nächste Arztgespräch. Eine vollständige Übersetzung Ihres konkreten Dokuments erhalten Sie über die Diagnose verstehen Hilfe oder direkt über den Upload.
„Chronische Gastritis (K29.5)" – Grundwort „Gastro" = Magen, Endung „-itis" = Entzündung, Zusatz „chronisch" = länger bestehend. Übersetzt: eine dauerhafte Entzündung der Magenschleimhaut. Der Code K29.5 bestätigt genau das. So wird aus einem fremden Begriff in wenigen Sekunden eine verständliche Aussage.
Häufige Missverständnisse bei Diagnosen
Gerade weil Diagnosen schwer lesbar sind, entstehen schnell falsche Schlüsse. Viele davon lassen sich leicht auflösen, wenn man weiss, wie die Sprache der Medizin funktioniert. Die folgenden Punkte gehören zu den häufigsten Irrtümern.
„Chronisch" bedeutet nicht „schlimm"
Chronisch heisst nur „über längere Zeit bestehend". Viele chronische Erkrankungen wie Bluthochdruck oder eine gut eingestellte Schilddrüsenunterfunktion sind über Jahre völlig stabil. Das Wort beschreibt die Dauer, nicht die Gefährlichkeit.
Ein langer Diagnoseblock heisst nicht „viele neue Krankheiten"
In Arztbriefen werden oft alle bekannten Erkrankungen aufgelistet – auch solche, die seit Jahren bestehen und gut behandelt sind. Eine lange Liste bedeutet also nicht, dass plötzlich viel Neues festgestellt wurde. Häufig sind es bekannte Nebendiagnosen, die nur der Vollständigkeit halber dokumentiert werden.
Lateinische Begriffe sind nicht automatisch gefährlich
„Gonarthrose" klingt dramatischer als „Knieverschleiss", meint aber dasselbe. Die lateinische Form ist nur die medizinische Fachsprache. Der Klang eines Wortes sagt nichts über die Schwere im Einzelfall aus.
Einzelne Begriffe googeln führt oft in die Irre
Wer einen Begriff isoliert sucht, landet schnell bei den schwersten Verlaufsformen – obwohl der eigene Fall meist viel harmloser ist. Die Bedeutung einer Diagnose ergibt sich erst im Zusammenhang mit Verlauf, Vorgeschichte und aktuellen Werten. Deshalb ist eine Erklärung des konkreten Dokuments verlässlicher als die Suche nach einzelnen Wörtern. Wenn Sie sich fragen, was in Ihrem Befund steht, lohnt sich der Blick auf das ganze Dokument.
Und schliesslich: Die Reihenfolge der Diagnosen im Arztbrief ist keine Rangliste der Gefährlichkeit. Oft steht die Hauptdiagnose zuerst, manchmal folgen die Erkrankungen aber auch der Systematik der Organe oder dem Zeitpunkt der Feststellung. Lesen Sie eine Diagnose deshalb nie allein aufgrund ihrer Position als „besonders schlimm". Was wirklich zählt, klärt sich im Gespräch – und eine leicht erklärte Übersicht ist die beste Vorbereitung dafür.
Mit einer leicht erklärten Diagnose ins Arztgespräch
Wer seine Diagnose grob versteht, kann im Gespräch gezielter nachfragen – das ist oft hilfreicher als eine lange Liste gegoogelter Begriffe. Gute Fragen helfen, die Diagnose einzuordnen, und zeigen, dass Sie aktiv mitdenken möchten. Falls Sie unsicher sind, was ein Befund aussagt, helfen auch Was bedeutet dieser Befund? und Befund verstehen.
Manche Diagnosen klingen schwer, sind aber gut kontrolliert. Andere klingen harmlos, brauchen aber engmaschige Kontrollen. Die Schwere lässt sich nicht allein aus dem Fachbegriff oder dem ICD-Code ablesen – dazu braucht es den ärztlichen Kontext. Eine leichte Erklärung hilft beim Verstehen, ersetzt aber nicht die ärztliche Beurteilung.
So funktioniert „Diagnose leicht erklärt" bei arztbrief-verstehen.ch
Der Ablauf ist bewusst einfach. Sie laden Ihr Dokument hoch – ob Arztbrief, Befund, Laborbericht oder Entlassungsdokument – und erhalten eine verständliche Erklärung, die sich an Ihrem konkreten Text orientiert. Keine pauschalen Lexikoneinträge, sondern genau die Formulierungen, die in Ihrem Dokument stehen.
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Zum Beispiel: „Was bedeuten meine Diagnosen einfach gesagt?" oder „Welche Werte sind auffällig?"
Diagnosen leicht erklärt, Fachbegriffe übersetzt, Fragen für das Arztgespräch – als PDF oder Word-Datei.
Was Sie in der Auswertung erhalten
- Verständliche Zusammenfassung Ihrer Diagnosen in einfacher Alltagssprache
- Erklärung der ICD-Codes und Fachbegriffe aus Ihrem Dokument
- Unterscheidung zwischen Hauptdiagnose und Nebendiagnosen
- Einordnung von Verlaufsangaben wie akut, chronisch, kompensiert
- Hinweise auf auffällige Werte oder Befunde im Zusammenhang mit den Diagnosen
- Vorbereitete Fragen für Ihr nächstes Arztgespräch
- Download als PDF und Word-Datei – vertraulich, ohne Registrierung, ohne Abo
Arztbriefe, Entlassungsberichte, Befunde aus Radiologie, innerer Medizin, Chirurgie oder Neurologie sowie Labor- und Facharztberichte. Aus dem Spital? Dann hilft auch Krankenhausentlassungsbericht verstehen.
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Wichtig: Keine Diagnose, keine Therapieempfehlung
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Wenn Sie Ihre Diagnose als unklar empfinden, ist die beste Quelle immer das direkte Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt. Diese Seite hilft Ihnen, dieses Gespräch besser vorzubereiten.
Häufige Fragen: Diagnose leicht erklärt
Was bedeutet „Diagnose leicht erklärt"?
Damit ist gemeint, dass eine Diagnose nicht im Fachjargon, sondern in einfacher Alltagssprache wiedergegeben wird. ICD-Codes werden übersetzt, Fachbegriffe erklärt und Verlaufsangaben eingeordnet – ohne eine ärztliche Diagnose zu ersetzen.
Wie lese ich einen ICD-Code einfach?
Der Buchstabe zeigt die Krankheitsgruppe, die Ziffern präzisieren die Erkrankung. I10 = Bluthochdruck, E11.9 = Diabetes Typ 2 ohne Komplikationen, M54.5 = Kreuzschmerzen. Die Stelle nach dem Punkt differenziert weiter.
Warum ist meine Diagnose so schwer zu verstehen?
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Ersetzt eine einfache Erklärung den Arztbesuch?
Nein. Eine leichte Erklärung übersetzt nur die Sprache. Sie ersetzt keine Diagnose, keine Therapieempfehlung und keine ärztliche Beratung. Die medizinische Beurteilung gehört immer in ärztliche Hände.
Was bedeutet chronisch – ist das schlimm?
Chronisch bedeutet nur, dass eine Erkrankung über längere Zeit besteht. Es bedeutet nicht unheilbar und nicht automatisch gefährlich. Viele chronische Erkrankungen werden über Jahre stabil behandelt.
Was heisst „gut eingestellt" oder „ohne Komplikationen"?
„Gut eingestellt" heisst, die Erkrankung ist durch die Behandlung kontrolliert und die Werte liegen im Zielbereich. „Ohne Komplikationen" heisst, dass bisher keine Folgeschäden an anderen Organen dokumentiert sind.
Kann ich meine Diagnose selbst beurteilen?
Sie können sie besser verstehen und einordnen. Die Beurteilung, was die Diagnose für Ihre Behandlung bedeutet, sollte aber immer ärztlich erfolgen. Eine Erklärung ersetzt keine ärztliche Einschätzung.
Was ist der Unterschied zwischen Haupt- und Nebendiagnose?
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