Kurz erklärt: Die Spitex-Bedarfsabklärung ist ein Hausbesuch, bei dem der Pflegebedarf ermittelt wird – wie viel Hilfe Sie brauchen und wie viel Zeit das beansprucht. Sie ist die Grundlage dafür, dass die Krankenkasse Pflege zu Hause nach KLV Art. 7 vergütet. Erfasst wird der Bedarf mit einem anerkannten Instrument wie RAI-HC oder BESA, und nur die Behandlungspflege braucht eine ärztliche Anordnung (Stand September 2026).
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Die Bedarfsabklärung bestimmt Art und Umfang Ihrer Pflege.
- Grundlage für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse.
- Drei Leistungsbereiche nach KLV Art. 7: a, b und c.
- Ärztliche Anordnung nur für die Behandlungspflege (b) nötig, meist befristet (höchstens neun Monate) und verlängerbar.
- Kosten teilen sich Kasse, Sie und Kanton oder Gemeinde.
- Hauswirtschaft und Betreuung zahlt die Grundversicherung nicht.
Inhalt dieser Seite
So läuft eine Spitex-Bedarfsabklärung ab
Am Anfang steht selten ein Formular, sondern eine Situation: Eine Wunde muss versorgt werden, das Anziehen der Kompressionsstrümpfe klappt nicht mehr, oder nach dem Spital fehlt zu Hause die nötige Unterstützung. Aus diesem Anlass meldet sich jemand bei der Spitex – Sie selbst, Angehörige, das Spital oder die Hausärztin. Danach folgt der eigentliche Ablauf in klaren Schritten.
Beim Hausbesuch schaut sich eine diplomierte Pflegefachperson die Lage bei Ihnen zu Hause an. Sie fragt nach Beschwerden, Medikamenten und dem Alltag, prüft, was Sie selbst noch können und wo Hilfe nötig ist. Diese Einschätzung in Ihrer gewohnten Umgebung ist der Kern der Abklärung, denn Pflegebedarf zeigt sich erst dort, wo Sie tatsächlich leben – an der Treppe, im Bad, in der Küche.
Die Bedarfsabklärung selbst gehört zu den Pflegeleistungen und wird mitfinanziert. Sie ist kein Verkaufsgespräch, sondern eine fachliche Einschätzung – halten Sie ruhig fest, wo Sie im Alltag anstehen, auch wenn es Ihnen klein vorkommt.
Was ist eine Bedarfsabklärung – und warum ist sie nötig?
Was ist die Spitex-Bedarfsabklärung? Sie ist die strukturierte Feststellung, welche pflegerischen Leistungen Sie zu Hause benötigen und in welchem zeitlichen Umfang. Erst wenn dieser Bedarf festgehalten ist, darf die Spitex Leistungen erbringen, die die Krankenkasse übernimmt. Der Begriff «Spitex» steht dabei für spitalexterne Hilfe und Pflege – also Versorgung ausserhalb von Spital und Pflegeheim.
Der Grund für diesen Schritt liegt im Gesetz. Die soziale Krankenversicherung zahlt Pflegeleistungen nur, wenn sie nötig und ausgewiesen sind. Das Krankenversicherungsgesetz regelt in Art. 25a die Pflege bei Krankheit, die Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV) beschreibt in Art. 7 die einzelnen Leistungen. Die Abklärung schafft die Grundlage, damit klar ist, was verrechnet werden darf – und was nicht.
Häufig beginnt die Spitex direkt nach einem Spitalaustritt. Der Entlassungsbericht nennt oft schon, welche Pflege zu Hause weitergeführt werden soll; die Bedarfsabklärung übersetzt das in einen konkreten Einsatzplan. Geht es um Leistungen der Invalidenversicherung, ergänzt IV-Bericht verstehen das Bild. Wird daneben ein Beitrag an die tägliche Hilfe geprüft, erklärt Hilflosenentschädigung: Abklärungsbericht das Verfahren; bei einem Eintritt ins Pflegeheim gilt stattdessen die BESA- oder RAI-Einstufung.
Die drei Leistungsbereiche nach KLV Art. 7
Die Pflegeleistungen der Spitex teilen sich in drei Bereiche, die im Abklärungsbericht oft als Buchstaben a, b und c auftauchen. Diese Einteilung entscheidet, was die Grundversicherung übernimmt – und sie erklärt, warum manche Hilfe bezahlt wird und andere nicht.
| Bereich | Was dazugehört | Beispiele aus dem Alltag |
|---|---|---|
| a Abklärung & Beratung | Bedarf feststellen, anleiten, Einsätze koordinieren | Erstgespräch, Beratung von Angehörigen |
| b Untersuchung & Behandlung | ärztlich angeordnete Behandlungspflege | Wundversorgung, Blutdruck- oder Blutzuckermessung, Medikamente richten und verabreichen |
| c Grundpflege | Hilfe bei den täglichen Verrichtungen | Körperpflege, An- und Ausziehen, Mobilisation |
Was in keinem dieser drei Bereiche steht, zahlt die Grundversicherung nicht. Dazu zählen die Hauswirtschaft – putzen, waschen, einkaufen, kochen – und die reine Betreuung, etwa Gesellschaft leisten oder begleiten. Diese Leistungen bietet die Spitex zwar an, sie werden aber separat verrechnet und über andere Wege finanziert.
Viele erwarten, dass die Spitex «alles» übernimmt, was zu Hause anfällt. Die Krankenkasse zahlt jedoch nur Pflege nach a, b und c – nicht den Haushalt. Wer das früh weiss, plant Betreuung und Hauswirtschaft rechtzeitig anders.
Wer bezahlt die Spitex-Pflege zu Hause?
Die Finanzierung der Pflege wirkt kompliziert, folgt aber einem klaren Muster. Seit der Pflegefinanzierung nach KVG Art. 25a teilen sich drei Seiten die Kosten der kassenpflichtigen Pflegeleistungen.
| Wer | Was übernommen wird | Hinweis |
|---|---|---|
| Krankenkasse | fester Beitrag pro Stunde je Leistungsbereich | aus der Grundversicherung, KLV Art. 7a: CHF 76.90 (a), 63.00 (b), 52.60 (c) pro Stunde |
| Sie | Patientenbeteiligung an den Pflegekosten | höchstens 20 % des höchsten Kassenbeitrags, rund CHF 15.35 pro Tag (Art. 25a Abs. 5 KVG); viele Kantone verlangen weniger |
| Kanton / Gemeinde | Restfinanzierung der übrigen Kosten | abhängig vom Wohnort |
| Nicht gedeckt | Hauswirtschaft und reine Betreuung | selbst zahlen, Zusatzversicherung, ggf. EL |
Die Patientenbeteiligung ist nach oben begrenzt – höchstens 20 Prozent des höchsten Kassenbeitrags pro Tag (Art. 25a Abs. 5 KVG) – und fällt je nach Kanton tiefer aus; manche Kantone verzichten ganz darauf. Wichtig zu wissen: Diese Beteiligung ist etwas anderes als Franchise und Selbstbehalt Ihrer Krankenkasse – sie betrifft nur die Pflegekosten. Wer die laufenden Kosten nicht tragen kann, prüft Ergänzungsleistungen bei der zuständigen Ausgleichskasse. Für unfallbedingte Pflege gelten eigene Regeln über die Unfallversicherung; wie deren Berichte aussehen, zeigt der SUVA-Arztbericht.
Ihr Abklärungsbericht wirft Fragen auf?
Laden Sie den Spitex-Abklärungsbericht hoch und lassen Sie sich Bedarfsstufen, Leistungsbereiche und Zeitangaben in verständlicher Sprache erklären – abgestimmt auf Ihr Dokument und ohne pflegerische oder rechtliche Beratung zu ersetzen.
RAI-HC und BESA: die Instrumente hinter der Einstufung
Damit der Pflegebedarf nicht nach Bauchgefühl bestimmt wird, nutzt die Spitex ein anerkanntes Instrument. Im Bericht taucht dann eine Abkürzung auf – meist RAI-HC oder BESA.
Beide erfassen strukturiert, wie selbstständig Sie im Alltag sind: beim Waschen, Anziehen, Essen, bei der Mobilität und weiteren Punkten. Aus den Antworten leiten sie einen Bedarf in Zeit oder Stufen ab, der nachvollziehbar und zwischen verschiedenen Diensten vergleichbar ist. RAI-HC (heute meist interRAI HC) ist ein Instrument speziell für die Pflege zu Hause und in der Spitex verbreitet; BESA ist vor allem aus Pflegeheimen bekannt.
Für Sie bedeutet das: Die Zahlen im Bericht sind keine Willkür, sondern das Ergebnis eines festen Rasters. Wie eine solche Einstufung im Detail zustande kommt und was die Stufen aussagen, erklärt die Seite BESA/RAI-Einstufung verstehen ausführlich – diese Seite hier bleibt bei der Abklärung als Ganzes.
Steht im Bericht «RAI-HC, Bedarf Grundpflege 45 Min./Tag», heisst das: Das Instrument hat für die Körperpflege und ähnliche Verrichtungen rund 45 Minuten täglich ermittelt. Diese Zeit ist die Basis für Einsatzplan und Abrechnung, die in 5-Minuten-Schritten erfolgt (Art. 7a Abs. 2 KLV).
Typische Angaben im Abklärungsbericht entschlüsselt
Ein Abklärungsbericht ist knapp und fachlich. Die folgenden Beispiele übersetzen häufige Formulierungen in Alltagssprache – als Orientierung, nicht als verbindliche Auskunft zu Ihrem Fall.
«Leistung KLV 7b: Wundversorgung 1× tgl., ärztl. Auftrag bis 30.09.»
Es geht um Behandlungspflege (Bereich b): Ihre Wunde wird einmal täglich versorgt, und der ärztliche Auftrag dafür läuft bis Ende September. Danach muss er verlängert werden, sonst endet der Kassenbeitrag für diese Leistung. Ärztliche Aufträge für Behandlungspflege gelten höchstens neun Monate (Art. 8 Abs. 2 KLV).
«Grundpflege (7c) 30 Min./Tag, Unterstützung Körperpflege & Anziehen»
Bereich c, die Grundpflege: Sie erhalten täglich rund 30 Minuten Hilfe beim Waschen und Anziehen. Die Minutenangabe stammt aus dem Abklärungsinstrument und ist die Grundlage dafür, wie viel Zeit verrechnet wird.
«Hauswirtschaft 2 Std./Woche – nicht KVG-pflichtig, Selbstzahlung»
Zwei Stunden Haushaltshilfe pro Woche, aber ausserhalb der Grundversicherung. «Nicht KVG-pflichtig» heisst, dass die Krankenkasse diesen Teil nicht zahlt – er läuft über Selbstzahlung, eine Zusatzversicherung oder Ergänzungsleistungen.
Stösst der Bericht auf medizinische Begriffe oder Diagnosen, die Sie nicht kennen, helfen Diagnose verstehen und für ganze Berichtstexte Befund verstehen weiter.
Hauswirtschaft, Betreuung und Entlastung der Angehörigen
Der grösste Teil der Verunsicherung dreht sich nicht um die Pflege selbst, sondern um alles daneben. Wer zu Hause bleiben will, braucht oft mehr als Wundversorgung und Körperpflege: Es soll auch geputzt, gewaschen, eingekauft und gekocht werden – und manchmal fehlt schlicht jemand, der da ist. Diese Leistungen erbringt die Spitex zwar, sie stehen aber ausserhalb der drei kassenpflichtigen Bereiche.
Reinigung, Wäsche, Einkauf und Mahlzeiten. Praktische Unterstützung im Haushalt, die den Alltag trägt – aber nicht aus der Grundversicherung bezahlt wird.
Gesellschaft leisten, begleiten, den Tag strukturieren oder einfach da sein. Wichtig für die Sicherheit, zählt aber nicht zu den Pflegeleistungen nach KLV Art. 7.
Für die Kosten dieser Leistungen gibt es dennoch Wege. Eine Zusatzversicherung deckt je nach Vertrag einen Teil der Hauswirtschaft. Wer eine schmale Rente hat, prüft Ergänzungsleistungen zur AHV oder IV, die solche Kosten mittragen können. Und wer im Alltag dauerhaft auf Hilfe angewiesen ist, hat unter Umständen Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung – ein Beitrag, der unabhängig von Einkommen und Vermögen ausgerichtet wird. Die Bedarfsabklärung hält solche Bedürfnisse fest, auch wenn sie nicht über die Krankenkasse laufen.
Nicht vergessen werden dürfen die Angehörigen. Sie leisten oft einen grossen Teil der Betreuung, und genau hier setzt Entlastung an: ein Entlastungsdienst für ein paar Stunden, eine Tages- oder Nachtstruktur ausser Haus oder ein vorübergehendes Bett in einer Institution, wenn die pflegende Person selbst eine Pause braucht. Die Spitex kennt die Angebote der Region und kann bei der Vermittlung helfen.
Eine Tochter pflegt ihre Mutter neben dem eigenen Job. Zwei Stunden Haushaltshilfe pro Woche und ein Tag in der Tagesstruktur entlasten spürbar – bezahlt teils über eine Zusatzversicherung, teils selbst. Die Pflege bleibt bei der Spitex, die Betreuung wird verteilt.
Häufige Irrtümer rund um die Bedarfsabklärung
Weil Pflege, Versicherung und Behörden hier zusammentreffen, entstehen typische Fehlannahmen. Die folgenden Punkte lösen die häufigsten auf – ohne Anspruch auf rechtliche Vollständigkeit.
Die Abklärung ist keine einmalige Sache. Ändert sich Ihr Zustand, wird der Bedarf neu beurteilt. Bessert sich etwas, sinkt der Umfang; wird es schwerer, steigt er. Der Bericht bildet immer den aktuellen Stand ab, nicht die Zukunft.
Nicht die Spitex bestimmt allein, was zählt. Der Rahmen kommt aus dem Gesetz und dem ärztlichen Auftrag. Die Pflegefachperson schätzt den Bedarf ein, doch was kassenpflichtig ist, richtet sich nach KLV Art. 7 – nicht nach Wunsch. Die Krankenkasse kann den Bedarf zudem durch ihren Vertrauensarzt überprüfen lassen (Art. 8c KLV).
Mehr Stunden bedeuten nicht automatisch mehr Kostenübernahme. Mitfinanziert wird der ausgewiesene, nötige Bedarf. Zusätzliche Wünsche sind möglich, laufen dann aber oft als Selbstzahlung.
Betreuung ist nicht Pflege. Gesellschaft leisten, spazieren begleiten oder einfach da sein ist wertvoll, zählt aber nicht zu den kassenpflichtigen Leistungen a, b oder c. Diese Unterscheidung entscheidet über die Rechnung.
Nur Bereich b braucht eine ärztliche Anordnung. Seit dem 1. Juli 2024 können Pflegefachpersonen die Abklärung, Beratung und Koordination (Bereich a) sowie die Grundpflege (Bereich c) aufgrund der Bedarfsabklärung erbringen und abrechnen, ohne dass eine Ärztin sie anordnet. Nur die Untersuchung und Behandlung – die Behandlungspflege, Bereich b – braucht weiterhin eine ärztliche Anordnung (höchstens neun Monate, verlängerbar); läuft sie aus, muss sie rechtzeitig verlängert werden. Auch ohne ärztliche Anordnung muss die Spitex den Bedarf spätestens nach neun Monaten neu ermitteln (Art. 8a Abs. 8 KLV).
Ein Beispiel mit Zahlen
Eine Frau kommt nach einer Hüftoperation nach Hause. Die Bedarfsabklärung ergibt: täglich 30 Minuten Grundpflege (Bereich c) beim Waschen und Anziehen, dazu zweimal wöchentlich Behandlungspflege (Bereich b) für die Wundkontrolle, mit ärztlichem Auftrag befristet auf sechs Wochen.
Die Krankenkasse übernimmt für beide Bereiche ihren festen Stundenbeitrag, die Patientin zahlt die gedeckelte Beteiligung, die Gemeinde trägt die Restkosten. Zusätzlich wünscht die Familie zwei Stunden Haushaltshilfe pro Woche – dieser Teil ist nicht kassenpflichtig und wird selbst bezahlt.
Nach sechs Wochen ist die Wunde verheilt, Bereich b entfällt, und die Grundpflege wird reduziert. Der Bedarf wird neu abgeklärt. Die Patientenbeteiligung und die Restfinanzierung hängen vom Kanton ab; das Beispiel zeigt nur das Zusammenspiel (Stand September 2026).
Fürs Gespräch mit Spitex, Ärztin und Krankenkasse
Mit den passenden Fragen behalten Sie den Überblick über Leistungen und Kosten. Je nach Gegenüber lohnen sich andere Punkte – wählen Sie aus, was zu Ihrer Lage passt.
Fragen an die Spitex
Fragen an die Ärztin
Fragen an die Krankenkasse
Ob eine Leistung kassenpflichtig ist, wie hoch Ihre Beteiligung ausfällt oder ob ein Entscheid der Kasse korrekt war, sind pflegerische und versicherungsrechtliche Fragen. Dafür sind Spitex, Ärztin und Krankenkasse zuständig – diese Seite hilft Ihnen, den Bericht zu verstehen und gezielt nachzufragen.
Warum Ihren Abklärungsbericht hier erklären lassen?
Sie laden Ihren Spitex-Abklärungsbericht hoch und erhalten eine Erklärung, die sich an Ihren konkreten Angaben orientiert – nicht an einem allgemeinen Muster.
So läuft es ab
PDF, JPG, JPEG oder PNG bis 30 MB insgesamt.
Ihr Abklärungsbericht wird verständlich aufbereitet.
Bereiche, Zeiten und Begriffe übersetzt.
Zugangslink, 7 Tage gültig.
Transparenz: Für wen diese Seite ist – und wo ihre Grenzen liegen
Für wen geeignet?
Für Betroffene und Angehörige, die einen Spitex-Abklärungsbericht in der Hand halten und die Leistungsbereiche, Zeitangaben und Kostenfolgen verstehen möchten – etwa vor dem ersten Einsatz, nach einem Spitalaustritt oder wenn sich der Pflegebedarf ändert.
Was erklärt wird
Der Ablauf der Abklärung, die drei Leistungsbereiche nach KLV Art. 7, die Rolle des ärztlichen Auftrags und die Kostenverteilung zwischen Kasse, Patientin und Gemeinde – in Alltagssprache, mit den Grundlagen KVG Art. 25a und KLV Art. 7 ff. (Stand September 2026).
Was bewusst nicht angeboten wird
Keine pflegerische, ärztliche oder versicherungsrechtliche Beratung, keine verbindliche Auskunft zu Ihren Kosten und keine Vertretung gegenüber der Kasse. Diese Fragen gehören zu Spitex, Ärztin und Krankenkasse. Verantwortlich für den Inhalt: Betreiber gemäss Impressum. Zuletzt aktualisiert: September 2026.
Offizielle Stellen zu Pflege zu Hause
Welche Pflegeleistungen die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernimmt und wie der Bedarf ermittelt wird.
- Spitex Schweiz – Spitex-Leistungen und ihre Finanzierung
- Bundesamt für Gesundheit (BAG) – Pflegeleistungen der Krankenversicherung, zwölf Pflegestufen und Tagesbeiträge
Externe Quellen, zuletzt geprüft im Oktober 2026. Sie dienen der Orientierung; verbindlich ist die Auskunft der zuständigen Stelle beziehungsweise Ihres Behandlungsteams.
Wichtig: Keine Pflege-, Rechts- oder Versicherungsberatung
arztbrief-verstehen.ch erklärt Aufbau und Sprache Ihres Abklärungsberichts verständlich und hilft Ihnen, das Dokument besser zu lesen. Der Service ersetzt keine Spitex-Fachperson, keine Ärztin und keine Krankenkasse, keine Pflegeplanung und keine verbindliche Auskunft zu Leistungen oder Kosten.
Ob eine Leistung übernommen wird, wie hoch Ihre Beteiligung ist und welche Unterstützung Ihnen zusteht, entscheidet sich nach dem konkreten Bedarf, dem ärztlichen Auftrag und den Regeln Ihres Wohnkantons. Diese Seite hilft Ihnen nur, die Begriffe zu verstehen und die richtigen Fragen zu stellen. Bei einem medizinischen Notfall wählen Sie den Notruf 144.
Häufige Fragen zur Spitex-Bedarfsabklärung
Was ist eine Spitex-Bedarfsabklärung?
Die Bedarfsabklärung ist ein Hausbesuch, bei dem die Spitex ermittelt, welche Pflege Sie zu Hause brauchen und wie viel Zeit sie beansprucht. Sie ist die Grundlage dafür, dass die Krankenkasse Pflegeleistungen vergütet. Erfasst wird der Bedarf mit einem anerkannten Instrument wie RAI-HC oder BESA (Stand September 2026).
Welche Spitex-Leistungen zahlt die Krankenkasse?
Die Grundversicherung übernimmt nach KLV Art. 7 die Pflegeleistungen: Abklärung und Beratung, Untersuchung und Behandlung sowie Grundpflege. Hauswirtschaft wie Putzen oder Einkaufen und reine Betreuung gehören nicht dazu und werden separat verrechnet. Für die Untersuchung und Behandlung braucht es zusätzlich eine ärztliche Anordnung.
Wer bezahlt die Spitex-Pflege zu Hause?
Die Kosten teilen sich drei Seiten: Die Krankenkasse zahlt einen bundesweit festen Beitrag pro Stunde je Leistungsbereich, Sie leisten eine gesetzlich gedeckelte Patientenbeteiligung, und die Restkosten trägt der Kanton oder die Gemeinde. Wie hoch Ihre Beteiligung und die Restfinanzierung ausfallen, ist kantonal geregelt (Stand September 2026).
Braucht die Spitex eine ärztliche Anordnung?
Nicht für alles. Seit dem 1. Juli 2024 können Pflegefachpersonen die Abklärung, Beratung und Koordination sowie die Grundpflege aufgrund der Bedarfsabklärung selbst erbringen und abrechnen. Eine ärztliche Anordnung braucht es für die Untersuchung und Behandlung, also die Behandlungspflege – befristet und danach verlängerbar.
Was bedeutet RAI-HC oder BESA im Abklärungsbericht?
RAI-HC und BESA sind Instrumente, mit denen der Pflegebedarf strukturiert erfasst und in Zeit oder Stufen ausgedrückt wird. Sie sorgen dafür, dass der Bedarf nachvollziehbar und vergleichbar bestimmt wird. Wie Instrumente und Pflegestufen im Pflegeheim funktionieren, erklärt die Seite BESA/RAI-Einstufung verstehen genauer.
Ersetzt diese Erklärung eine Beratung durch Spitex oder Krankenkasse?
Nein. Diese Seite erklärt Aufbau und Begriffe einer Bedarfsabklärung verständlich. Sie ersetzt keine pflegerische, ärztliche oder versicherungsrechtliche Beratung und keine verbindliche Auskunft zu Ihren Kosten. Dafür sind die Spitex-Organisation, Ihre Ärztin und Ihre Krankenkasse zuständig.
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Spitex-Bedarfsabklärung verstehen – konkret und individuell
Sie haben einen Abklärungsbericht, dessen Bereiche, Zeiten und Kostenangaben Sie nicht sicher einordnen können? arztbrief-verstehen.ch übersetzt die Fachsprache in verständliche Alltagssprache – abgestimmt auf Ihr Dokument, ohne Pflege- oder Versicherungsberatung und mit konkreten Fragen für Ihre nächsten Gespräche.
